"Gewalt erzeugt Gegengewalt und Aggression Gegenaggression. Wann hat beides ein Ende? Wir müssen die Flucht nach vorn in die Aggression aufgeben und dürfen
keinem mehr etwas antun, was man uns antut, dann erst ist der Eskalationskreislauf unterbrochen, erst dann kann sich langsam die Veränderung durchsetzen. Wer von Liebe redet und auch Liebe meint,
kann keinen Mord an seinem Feind begehen, er übt keinen Druck aus, stellt keine Forderungen, übt keine Autorität aus, er lebt in Freiheit und Liebe, das heißt, daß er keinem anderen mehr zufügt,
was man ihm ungerechter Weise zugefügt hat oder in Zukunft vielleicht zufügen wird.
Das Extrembeispiel des Terrors kann verallgemeinert auf den Alltag übertragen werden. Jeder handelt in weiterem Sinne terroristisch, wenn er Gewalt über andere
ausübt, ein Ultimatum stellt, erpresserische Forderungen vorbringt und Unterdrückung mit Unterdrückung, Aggression mit Gegenaggression vergilt, in der Ehe, im Beruf oder in der Erziehung seiner
Kinder. Diese Geisteshaltung bringt uns nicht weiter, weder im Alltag, noch in der Politik.
Bevor wir andere ändern wollen, unsere Kinder, unsere Mitarbeiter, die Gesellschaft, müssen wir uns selbst ändern, um nicht zu scheitern. Wer sich auf Aggression
einlässt, hat von Anfang an verloren und er erzielt im höchsten Fall nur oberflächliche Scheinerfolge, es bleibt schließlich doch alles beim alten."